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Jet-Dosieren – Ein Überblick

Als Jetten oder auch Pulsen, versteht man den Auftrag von Dosiermedien (Klebstoff, Underfill, Lack usw.) mittels eines Dosiermaterialstrahls (engl. Jet). Dadurch ist es möglich die Dosiermedien berührungslos auf das Substrat zu übertragen. Das Dosiermaterial wird hierbei von einem Dosierventil mit der für den Vorgang notwendigen Energie beaufschlagt und zu einem Strahl oder Tropfen geformt (Dynamic Drop Dispensing). Daraufhin erreicht es nach einer kurzen Freiflugphase das Substrat.

Moderne Jet Ventile können hierbei Dosiergeschwindigkeiten von bis zu 1200 Hz im Dauerbetrieb erreichen. Dabei lassen sich Dosiervolumen von bis zu 0,5 nl bei Punktdurchmessern bis zu 0,2 mm erreichen [1]. Dadurch lassen sich die Prozesszeiten im Vergleich zum konventionellen Nadeldosieren deutlich verkürzen.

Durch den berührungslos erfolgenden Klebstoffauftrag können des Weiteren begleitende Prozessschritte wie Ermittlungen von Substrathöhen oder Zustellbewegungen der Z-Achse eingespart werden, was der Prozesszeit weiter zu Gute kommt. Außerdem lassen sich dadurch Dosieraufgaben an empfindlichen Bauteilen durchführen, da keine Gefahr einer Kollision mit einer Dosiernadel besteht.

Referenzen

[1] M. Reuter, 28 Februar 2017. [Online]. Available: https://www.marco.de/index.php?page=article&id=9&back=https%3A%2F%2Fwww.marco.de%2Findex.php%3Fpage%3Ddispensing. [Zugriff am 2 Mai 2017].

Abb. Darstellung des Prinzips einer Jet-Dosierung [Quelle: Lu et al., 2015, Smart Materials and Structures, 24, 10]

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