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Wissenswertes für eine gute Direktdosierung

  1. Eine dosierfähige Substanz wird in definierter Höhe auf einem strukturierungsfähigen Untergrund (Folie) bereitgestellt. Die Substanzhöhe auf der Folie bestimmt die zu übertragende Materialmenge.
  2. Beim Übertrag der Substanz muss das Bauteil bis auf die Folie gedrückt werden. Dies garantiert einen konstanten und definierten Substanzübertrag. Zu beachten ist dabei, dass neben dem Benetzen der Unterseite auch ein Benetzen der Seitenflächen stattfinden kann. Dies ist stark von der Oberflächenspannung abhängig.
  3. Das Eintauchen und Herausheben muss mit einer definierten Geschwindigkeit erfolgen. Für die Wiederholbarkeit eines definierten Substanzübertrags ist es wichtig, dass diese Geschwindigkeit für jeden Folgeprozess identisch ist.
  4. Das Eintauchen kann über 2 Varianten erfolgen.
    Variante 1:
    Eintauchen in eine unstrukturierte Substanz. Dabei wird das Werkstück an seiner Unterseite überall dort benetzt, wo die Substanz die Unterseite des Bauteils erreicht. Dies wird üblicherweise an Strukturierten Bauteilen verwendet.
    Variante 2:
    Ein Bauteil wird in eine strukturierte Substanz getaucht. Hierbei wird das Bauteil nur dort benetzt, wo die strukturierte Substanz das Bauteil benetzt. Dieses Verfahren kommt häufig bei unstrukturierten Bauteilen zum Einsatz. Beispielsweisen um auf großen Flächen Klebstoff zu sparen.
  5. Eine gleichbleibende Wartezeit während des Benetzens ist ebenso wichtig für die Wiederholbarkeit des Prozesses.
  6. Der Übertrag der Substanz erfolgt über die Adhäsionskraft. Daher ist die Materialeigenschaft wie bei allen Dosierprozesse wieder von größter Bedeutung.

Abb. Beispiel für eine Anwendung des Direkt-Dosierens mit einem SMD-Klebstoff auf eine kreuzförmige Struktur

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